Weitere Kreuzfahrtabsage bei nicko cruises: „Einmal rund um die Britischen Inseln“ mit Vasco da Gama findet endgültig nicht statt – Betroffene mit hohen Entschädigungsansprüchen

Kreuzfahrtschiff welches in Richtung Horizont fährt

Wegen technischer Probleme wurde bereits die Weltreise der Vasco da Gama frühzeitig abgebrochen, um das Schiff in die Werft zu bringen. Im Laufe der Reparaturarbeiten wurde jetzt festgestellt, dass der Schaden an der Vasco da Gama schwieriger zu beheben ist als zunächst gedacht. Daher wird auch die Kreuzfahrt „Einmal rund um die Britischen Inseln“ mit geplantem Start 09.05.2026 ab Hamburg bzw. geändertem Beginn 13.05.2026 ab Bremerhaven endgültig nicht stattfinden. Für Betroffene ist die sehr kurzfristige Absage eine große Enttäuschung. In diesen Fällen bestehen über die Erstattung des Reisepreises hinaus erhebliche Schadensersatzansprüche wegen entgangener Urlaubsfreude.

Die technischen Probleme der Vasco da Gama waren bereits während des vorletzten Teilabschnitts der sodann am 25.04.2026 abgebrochenen Weltreise 2025/2026 nicht in den Griff zu bekommen. Das Schiff sollte im Rahmen eines kurzfristig angesetzten Werftaufenthalts in Brest instandgesetzt werden. Viele hatten bis zuletzt gehofft, dass die Vasco da Gama bis zu dem geplanten Start ihrer Kreuzfahrt „Einmal rund um die Britischen Inseln“ am 09.05.2026 ab Hamburg rechtzeitig repariert werden wird.

Vasco da Gama bleibt in der Werft

Bereits am 06.05.2026 war jedoch leider klar, dass die Vasco da Gama Hamburg zu dem geplanten Reisestart nicht rechtzeitig erreichen kann, da die erforderlichen Reparaturarbeiten mehr Zeit in Anspruch nehmen werden als ursprünglich angenommen. Den Reisegästen wurde seitens nicko cruises daher zunächst eine verkürzte Ersatzreise ab Bremerhaven bis Hamburg vom 13.05. bis zum 26.05.2026 angeboten.

Jetzt steht jedoch fest, dass die Vaso da Gama ihren Werftaufenthalt im französischen Brest verlängern muss, nachdem der Schaden an dem Schiff komplexer ist, als es ursprünglich den Anschein hatte. Nach der Absage der Kreuzfahrt „Europas Vielfalt entlang des Atlantiks“ mit geplantem Start 17.04.2026, der „Genussreise mit Johann Lafer“ am 01.05.2026 wird damit auch die zuletzt bereits in verkürzter Form geplante Kreuzfahrt „Einmal rund um die Britischen Inseln“ endgültig nicht stattfinden.

Kreuzfahrtabsagen wegen Schaden an der Vasco da Gama – Anspruch auf Schadensersatz

In all diesen Konstellationen bestehen hohe Entschädigungsansprüche wegen entgangener Urlaubsfreude. Denn es liegt allein im Verantwortungsbereich des Veranstalters, für ein einsatzfähiges Schiff zu sorgen. Wird eine Kreuzfahrt wegen eines technischen Defekts bzw. eines Werftaufenthalts abgesagt, muss er also grundsätzlich auch dafür einstehen. Die Rechtsprechung hierzu ist verbraucherfreundlich. Gerichte sprachen Reisenden, je nach Zeitpunkt der Absage, 50 bis zu 70 Prozent des Reisepreises als Schadensersatz zu. Als Faustregel gilt: Je kürzer der Zeitraum zwischen der Absage und dem planmäßigen Start der Kreuzfahrt ist, desto höher fallen die Ansprüche aus.

Das Besondere und vielen Kreuzfahrern nicht Bewusste ist, dass diese Ansprüche zusätzlich zur Rückzahlung des Reisepreises geltend gemacht werden können. Wird also eine Kreuzfahrt mit einem Reisepreis von 6.000 € abgesagt, bewegen sich die Schadensersatzsummen im Bereich zwischen 3.000 € und 4.200 €. Die Entschädigung ist in bar und nicht etwa in Form eines seitens nicko cruises angebotenen „Kulanzrabatts“ für etwaige künftige Reisen mit der Vasco da Gama zu erfüllen.

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